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Die Ausschreibung richtet sich an die Mitglieder des VBF, des BFV und an interessierte Nichtmitglieder.

Reisedatum: - Freitag 1. Juni bis Samstag 2. Juni 2012
                     - Treffpunkt: Bahnhof Visp 10.00 h 
                                       Bern ab 9.07 h / Thun ab 9.25 h / Spiez ab 9.36 h
                     - Rückkehr: Spiez an 15.54 h / Thun an 16.04 h / Bern an 16.23 h

Schwerpunkte:  - Entwicklung der Waldbrandfläche Leuk 9 Jahre danach:
  unterwegs mit dem örtlichen Förster
- Walliser Wein:
  Besuch und Degustation im renommierten Betrieb Leukersonne
- Pfynwald und Geologie Illgraben:
  geführte 3-stündige Exkursion zu Fuss
- Gut Essen, gut Trinken, Kameradschaft und Kontakte pflegen

Preise:   - Mitglieder des VBF / BFV      Fr. 210.- pro Person      zahlbar bis 31.3.12
              - Nichtmitglieder                      Fr. 235.- pro Person      zahlbar bis 31.3.12

Inbegriffen:   - Cartransport ab Bahnhof Visp. Bahnbillette sind nicht inbegriffen!
                      - Kaffeehalt / Mittag- und Abendessen exkl. Getränke am Freitag
                      - Weindegustation
                      - Übernachtung inkl. Frühstück im Doppel- oder Mehrbettzimmer
                        im Hotel Central Agarn ** (Einzelzimmer auf Anfrage)
                      - geführte Exkursion Pfynwald / Illgraben mit anschliessender Surprise
                      - Mittagessen exkl. Getränke am Samstag

Anmeldung:   - Bis 31. März 2012. Die Teilnehmerzahl ist auf 35 Personen beschränkt.
- Mitglieder des Bernischen Forstvereins BFV melden sich an beim Kassier:
  Martin Staedeli, Pappelweg 4, 3661 Uetendorf, martin.staedeli@bluewin.ch

- Mitglieder des Verbands Berner Forstpersonal VBF und Nichtmitglieder
   melden sich an bei: Simon Rieben, Sonnenfeldstr. 31, 3432 Lützelflüh,
   rieben@zapp.ch
- Angemeldete Personen erhalten vor Reisebeginn ein Detailprogramm

Auskunft:                     - Simon Rieben, 079 248 94 68


Der Verband Berner Forstpersonal besteht aus rund 200 Forstfachpersonen, die sich beruflich als Förster, Forstwart oder Forstingenieur im Berner Forstdienst oder in der Berner Waldwirtschaft engagieren. Die Gestaltung des Waldgesetzes ist mitentscheidend für den Erfolg unserer täglichen Arbeit und ist daher für uns von grösster Bedeutung. Der vorliegende Vernehmlassungsentwurf beinhaltet einige begrüssenswerte Änderungen. Er beschränkt sich aber vorwiegend auf formelle Anpassungen. Wir vermissen bei der geplanten Gesetzesänderung zahlreiche Anträge, die die vorbereitende Begleitgruppe in breit abgestütztem Konsens zu aktuellen und akuten Problemen im Wald erarbeitet hat. 

1.     Übereinstimmung   Wir nehmen zustimmend von folgenden Änderungen Kenntnis:
· Einführung eines kantonalen Waldplanes zur Verschlankung regionaler Waldpläne
· Verbesserte Formulierung des Begriffs der öffentlichen Zugänglichkeit und Präzisierung der Vorschriften bezüglich Reiten und Radfahren im Wald
· Formelle Anpassungen im Zusammenhang mit dem neuen Finanzausgleich NFA
· Delegation von Ausgabenbefugnissen
· Mehrwertabschöpfungen bei Waldrodungen und die Rückführung der abgeschöpften Mittel in den Wald
· Formelle Feststellung, dass im Wald grundsätzlich keine Bewirtschaftungspflicht besteht (Ausnahmen vorbehalten)

2.   Keine Übereinstimmung    Nicht einverstanden sind wir mit Art. 18 Abs. 1 KWaG:
„Wer im Wald als Arbeitgeber, Werkbesteller oder dergleichen Holzerntearbeiten entlöhnt, hat sicherzustellen, dass die Ausführenden über eine fachliche Grundausbildung oder die entsprechende Erfahrung verfügen.“

Die Neufassung von Art. 18 Abs. 1 ist für Nichtjuristen sprachlich schwer verständlich, schiebt den Laien eine für sie kaum wahrnehmbare Verantwortung zu und führt in der Förderung der Arbeitssicherheit zu einem Rückschritt.

· Der Begriff „Werkbesteller“ lässt im Wald Fragen offen. Dies ist insbesondere ungünstig, da die Kontrollpflicht über die notwendige Grundausbildung oder die entsprechende Erfahrung des Ausführenden nun zu einem beträchtlichen Teil bei Laien liegt (z.B. Privatwaldbesitzer).

· Die in Art. 18 verlangte fachliche Grundausbildung ist eine bewährte 5-tägige minimale Grundausbildung, die aus Sicht der Arbeitssicherheit eine Erfolgsgeschichte darstellt. Der Forstdienst hat sich in den vergangenen Jahren sehr stark für die minimale Grundausbildung eingesetzt.

· 1998 ist das Obligatorium der minimalen Grundausbildung oder „die entsprechende Erfahrung“ in Kraft getreten. In der Verwaltungspraxis konnten sich  Personen bis ins Jahr 2008 „die entsprechende Erfahrung“ bescheinigen lassen (120 Arbeitstage in den letzten 3 Jahren oder 400 Arbeitstage in den letzten 10 Jahren). Wer die praktische Erfahrung anerkennen lassen konnte, hat dies nach 1998 tun müssen, um dem Gesetz zu entsprechen. Die nach bisherigem Recht ausgestellten Bescheinigungen sollen ihre Gültigkeit im Sinne des Besitzstandes behalten.

· Der gefährlichste Arbeitsplatz ist gemäss der SUVA der Wald. Erfahrung ohne vorherige solide Grundausbildung ist kein Garant für sicheres Arbeiten. 

Wir fordern:
1. die Verantwortung über die Kontrolle der Ausbildung nicht dem Waldbesitzer zu übertragen sondern beim Beauftragten zu belassen,
2. die obligatorische Grundausbildung bei Arbeiten gegen Entgelt vorzusehen.

Unsere Forderung im Wortlaut:        Art. 18 Abs. 1 KWaG

Wer im Wald gegen Entgelt Holzernte- oder Motorsägearbeiten ausführt, muss eine fachliche Grundausbildung nachweisen.

3.   Nötige Änderungen, die im Vernehmlassungsentwurf nicht (mehr) vorhanden sind
Wir stellen fest, dass folgende in der Begleitgruppe aufgenommenen dringenden Punkte in der vorliegenden Waldgesetzversion nicht mehr vorhanden sind.
· Der vorliegende Vernehmlassungsentwurf bietet keine Verbesserung bei der Verhütung von Wildschäden. Die hohe Dichte des Schalenwildbestandes ist in weiten Teilen des Kantons Bern seit Jahrzehnten ein ungelöstes Problem. So lässt der unveränderte Art. 13 bezüglich der Jagdplanung beliebig Spielraum offen. Die präziseren Bestimmungen in Art. 18 KWaV wurden gar nie wirksam umgesetzt. Diese Teilrevision darf nicht ohne Verbesserung der Schalenwildregulierung über die Bühne gehen.
· Gebietsfremde schadhafte Organismen (insbesondere invasive Neophyten) werden im vorliegenden Entwurf nicht erwähnt. Das akute Problem muss endlich eine entsprechende Gewichtung erhalten, Verantwortlichkeiten und Finanzierung müssen geregelt werden. Während im laufenden Biodiversitätsprogramm viel Geld für Unterlassungen (Reservate, Alt- und Totholzinseln) ausgeschüttet wird, bleibt der arbeits- und kostenintensive Kampf gegen invasive Neopyhten im Wald ungelöst. Diese hochaktuelle Problematik kann im Waldgesetz nicht länger aussen vor bleiben.
· Der Begriff Erholungswald ist seit Jahren ein Dauerbrenner und wird in Zukunft weiter an Aktualität gewinnen. Der Begriff ist nicht näher definiert und bedeutet in der heutigen Praxis, dass die Öffentlichkeit Ansprüche an den Waldbesitzer stellt und den Wald stark als Erholungsgebiet beansprucht aber nicht zu einer finanziellen Entschädigung bereit ist. Die vorliegende Fassung des Waldgesetzes lässt hier das Aufgreifen des Themas Erholungswald und Entschädigung gemeinwirtschaftlicher Leistungen vermissen. Die Waldfunktion „Erholung“ muss gelöst werden und gehört in dieser Teilrevision geregelt.
· Im vorliegenden Entwurf sind keine Bestimmungen zum Totholz vorgesehen. Auch diese Thematik ist hochaktuell und verdient, im Waldgesetz festgehalten zu werden. Insbesondere im sogenannten Erholungswald gibt es immer Zielkonflikte mit der Biodiversität, sprich Naturschutz versus Sicherheit. Stehendes Totholz ist extrem gefährlich. Wenn das Bundesamt für Umwelt Bewirtschaftungsstandards (GNWB) einführt, braucht es Regelungen bezüglich Haftung und Schadloshaltung.
· Beim Schutz von Personen und Sachwerten gibt es in der heutigen Waldgesetzgebung eine markante Lücke. Massnahmen zum Schutz von Personen und Sachwerten werden nur unterstützt, wenn nebst dem Schadenpotenzial auch eine Naturgefahr im Sinne des Gesetzes besteht (Lawinen, Steinschlag, Murgang, Rutschung usw). Bewaldete Steilhänge über Siedlungen und Anlagen können durch fallendes Holz eine akute Gefahr darstellen, ohne dass eine Naturgefahr im Sinne des Gesetzes vorliegt. In Anlehnung an Art. 8 („…gilt für den Wald keine Bewirtschaftungspflicht.“) ist für Massnahmen zum Schutze von Menschen und erheblichen Sachwerten vor fallendem Holz eine Finanzhilfe vorzusehen.

Schlussbemerkungen
Der Verband Berner Forstpersonal begrüsst in den Grundzügen die angestrebte Teilrevision des kantonalen Waldgesetzes. Gleichzeitig fordern wir aber dringend dazu auf, die unter Punkt 3 bezeichneten aktuellen ungelösten Problemthemen nicht unter den Teppich zu kehren sondern im Sinne der Begleitgruppe in die Teilrevision zu integrieren.


Piste statt Wald

Am 28. Januar 2012 rückte der Wald für die 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Swiss Ski Forstmeisterschaften für einmal in den Hintergrund. Um 10 Uhr starteten die Langläufer an der Lenk ihren 5 und 10-Km-Lauf. Eine Stunde später galt es auch für die Alpinen am Zweisimmer Rinderberg ernst. Das Rennteam sorgte mit grosser Unterstützung des örtlichen Skiclubs für eine attraktiv ausgesteckte Strecke. Aber der stetige Schneefall verfehlte seine Wirkung auf die Rennpiste nicht. Obwohl sich der Apéritif noch in schier ungreifbarer Ferne befand, hatten die Wettkämpfer bereits im 1. Lauf mit vernebelter Sicht zu kämpfen. Im Zielgelände gaben die Holzschnitzkünstler Hansueli Knöri und Pascal Bauer ihre Fähigkeiten zum Besten. Die suva wartete mit einem Wettkampf der besonderen Art auf: Mit Hilfe eines portablen Geschwindigkeitsmessers konnten Interessierte ihre selbst geschätzte Geschwindigkeit mit der effektiv gemessenen vergleichen. Gewonnen hat – nein, nicht der Schnellste – die Person mit der besten Selbsteinschätzung. Beim Mittagessen kamen die Wettkämpfer zu neuen Kräften. Während sich die Langläufer nach ihrem Lauf bereits verdient zurücklehnen konnten, wartete um 14 Uhr der 2. Lauf auf die Alpinen.

Kein Durchblick am Start

Der 2. Lauf war geprägt von fehlendem Durchblick. Im Nebel und im leichten Schneefall verloren so einige Wettkämpfer den einen oder anderen Ski. Die unsichtbaren Schneehäufchen auf der Strecke kannten kein Pardon und vermasselten so Manchem die Ambitionen auf die vordersten Ränge. Nach dem Motto „mitmachen ist alles“ begaben sich die Alpinen trotzdem gut gelaunt zum urchigen Bergrestaurant Gobeli, wo nicht mit Apéroplatten gegeizt wurde. Riesige Platten mit Züpfe, Hobelkäse und Rohschinken warteten ungeduldig darauf, verzehrt zu werden. Die Gemeindepräsidentin Christiane Griessen von Zweisimmen liess es sich nicht nehmen, die Forstleute persönlich zu begrüssen und die Gemeinde vorzustellen. Dann die Rangverkündigung, die Spannung stieg. Jetzt gab Christoph Hurni, der örtliche Förster, die Rangliste bekannt. Die Ränge 1 – 3 der jeweiligen Kategorien durften einen reichhaltigen Lebensmittelkorb mit vielen Regionalprodukten in Empfang nehmen. Zahlreiche regionale Unternehmungen und Organisationen haben die Preise gestiftet. Für die grösste Tagesleistung gab’s keinen Preis: Im Namen des Verbands Schweizer Forstpersonal dankte der Geschäftsführer François Fahrni dem Obersimmentaler OK für den engagierten Einsatz zu Gunsten des traditionellen Anlasses. Ein spezieller Dank gebührt auch den zahlreichen Helfern und dem Skiclub für den Einsatz im Rennbetrieb.

Käse statt Schnee

Nun wartete in der warmen Stube ein gutes altes Käsefondue auf die heitere Gesellschaft. Die freundliche Bedienung und die musikalische Umrahmung taten das ihre zum gemütlichen Znacht. Am späten Abend lud die beleuchtete Piste noch zu einer letzten Abfahrt ein. Wer vor lauter Preisen keine Hände mehr frei hatte, nahm die Gondel Richtung Zweisimmen. Schwache Sicht, gute Stimmung, tolle Preise, super Organisation, voller Einsatz, verlorene Skis, attraktives Rahmenprogramm: das war die Swiss Forst Skimeisterschaft 2012 in Zweisimmen und Lenk. Ein herzliches Dankeschön an die Sponsoren, Gönner und an das Organisationskomitee, die diesen gelungenen Tag ermöglicht haben. sr



Flyer und Infos unter: www.bzi-interlaken.ch




Politik trifft Wald

Anlässlich des inter-nationalen Jahr des Waldes hat der Verband Berner Forstpersonal (VBF) Kantonspolitiker in den Wald eingeladen. Unter dem Motto Politik trifft Wald fanden am 27. August 2011 rund ein Dutzend Grossrätinnen und Grossräte den Weg in den Pleerwald bei Burgdorf. Nach Kaffee und Züpfe machten sich die Politiker mit den drei Vertretern des Verbands Berner Forstpersonal, Simon Rieben, Michael Schenk und Norbert Hildebrand, bei einer frischen Herbstbrise auf den Weg. Der Rundgang startete mit einer umfassenden Information über die Forstberufe und führte anschliessend gezielt durch die Waldfunktionen Schutz, Nutzung, Erholung und Naturschutz. Die Förster zeigten auf, welche Arbeiten im Berner Wald nötig sind, um die Bedürfnisse unserer Gesellschaft – vom Wohnzimmerstuhl über sicheres Wohnen bis zum Vita Parcours – zufrieden zu stellen. Natürlich waren auch die jeweiligen Berührungspunkte mit der Politik ein Thema. Jagd, erneuerbare Energien, Naturgefahren und Sicherheit sind nur ein Auszug der vielfältigen Diskussionen, die auf dem rund zweistündigen Rundgang geführt wurden. Die Vertreter des VBF stellten aber auch folgendes klar: Nur wenn die Arbeitgeber über die entsprechenden finanziellen Mittel verfügen, kann das Forstpersonal mit der Ausführung der Waldpflege und –nutzung beauftragt werden. Die Besteller von Waldleistungen sind entweder Holzkäufer oder eben die Öffentlichkeit, welche von Schutz-, Erholungs- und Naturschutzleistungen profitiert.


Nach dem Rundgang offerierte die Burgergemeinde Burgdorf als Waldbesitzerin des Pleerwaldes einen Apéritif. Die Grossrätinnen und Grossräte  nutzten im Anschluss mehrheitlich die Gelegenheit, mit Oberförster Werner Kugler die Ausstellung Kunstwaldraum in Burgdorf zu besuchen. Gut gelaunt und genährt mit neuem Fachwissen verliess das Dutzend an Entscheidungsträger der kantonalen Politik wieder den Wald. Eine bescheidene Anzahl ist gekommen. Klein - aber durchaus fein.

Simon Rieben, Präsident VBF


Kurs Feuer, Wasser, Bergung

Bereits zum vierten Mal führte der Verband Berner Forstpersonal in Lyss seinen jährlichen Weiterbildungskurs durch. Die 44 Teilnehmer aus dem ganzen Kantonsgebiet trafen sich am Freitag, 26. August im Werkhof der Personalwaldkorporation Lyss.

Nach der Begrüssung durch den Kursleiter erläuterte Martin Müller, Sanitätspolizei Bern, die Aufgaben und Arbeiten der Sanitätsnotrufzentrale 144. Er erklärte die ganze Rettungskette wie sie im Kanton Bern, und übrigens auch in der ganzen Schweiz organisiert ist. Unabhängig von einer vorgängigen Rettung kann auch ein Care-Team via Sanitätsnotruf angefordert werden. Zusätzlich werden auch Krankentransporte ausgeführt.


Nach dem Eingangsreferat und der Kaffeepause wurde die Weiterbildung auf 4 Posten weitergeführt:

Den ersten Teil haben Posten 1 und 2 zusammengelegt. Martin Müller wiederholte für die Kursteilnehmer anhand einiger Foto-Beispiele die ersten Schritte an einer Unfallstelle und die Nothilfe. Ebenfalls wurden die wichtigsten Punkte der Seitenlagerung aufgefrischt. Anschliessend wurde wieder in separaten Gruppen gearbeitet. Mischa Schori stellte die Rega vor. Es konnte in Erfahrung gebracht werden wie die Rega organisiert und ausgerüstet ist. Die Vor- und Nachteile der Luftrettung wurden durch Mischa aufgelistet. Insbesondere stellte er auch die Punkte dar, bei welchen bei einer Alarmierung der Rega besonders geachtet werden muss. Zum Abschluss des Postens erfuhren die Kursteilnehmer, wie man einen Helikopter einweist und wie man einen Helilandeplatz optimal vorbereitet.

Analog dazu zeigte Martin Müller auf dem Posten 2, wie eine Ambulanz ausgerüstet ist und was mit welchem Gerät gemacht werden kann.


Beim Waldhaus auf Posten 3 lehrte Werner Ammann, Contrafeu; das Verhalten bei einem Feuerausbruch. Die Kursteilnehmer konnten eine Löschdecke selber anwenden. An einer Übungsanlage mit Gasfeuer konnte jeder Kursteilnehmer die korrekte Handhabung eines Feuerlöschers üben und auch wie man es am besten angeht, damit das Feuer möglichst effizient und ohne Selbstgefährdung gelöscht werden kann. Die Demonstration, was passieren kann, wenn man eine brennende Fritteuse mit reinem Wasser löschen will, war sehr eindrücklich.


Der 4. Posten im Waldhaus wurde aufgeteilt. Thomas Herren, Amt für Wasser und Abfall des Kantons Bern, zeigte anhand einer Power-Point Präsentation die verschiedenen Gewässerschutzzonen, wo und wie weit um die Wasserfassung diese verteilt sind und was wo nicht erlaubt ist.

Pierre-Alain Beck, ASTAG, stellte die Gefahrenklassen für die Lagerung und den Transport von brennbaren Flüssigkeiten vor. Anschliessend beschränkte er sich auf einige Materialien, mit denen wir auch im Wald zu tun haben. Anhand einiger Unfallbeispiele erläuterte er, worauf im Umgang mit welchen Stoffen besonders zu achten ist.

Nach der Schlussbesprechung füllten die Kursteilnehmer noch eine Kursbeurteilung aus. Daraus kann entnommen werden, dass alle Teilnehmer mit dem vergangenen Tag sehr zufrieden waren und viel Neues gelernt haben. Auch nächstes Jahr wird der Verband Berner Forstpersonal wieder einen Kurs organisieren.

Der Kursleiter, Thomas Peter


Interessiert verfolgten 54 Mitglieder und 7 Gäste die Hauptversammlung im Restaurant Dählhölzli in Bern

Beim Apéro wurden rege Kontakte gepflegt.

Franz Weibel, Oberförster der Burgergemeinde Bern führt uns durch den hochfrequentierten Dählhölzliwald

Michel von Fischer, Förster der Burgergemeinde Bern zeigt die Schwierigkeiten der Waldpflege in Erholungswald auf.

Ernst Krebs, Forstwart der Burgergemeinde Bern erklärt die zusätzlichen Gefahren bei der Holzernte im intensiv besuchten Erholungswald.

Neben dem Tierpark gehört auch der Seilpark zu den Einrichtungen im Dählhölzliwald.

Ca. 70 Personen erlebten mit der HV und der interessannten Führung durch den Dählhölzliwald einen erlebnisreichen, guten Tag.





Kurs Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz Am 20. August 2010 führte der Verband Berner Forstpersonal bereits zum dritten mal seinen jährlichen Weiterbildungskurs durch. Auch diese mal stellte der Forstbetrieb Lyss die Infrastruktur.

Am Morgen durfte der Kursleiter Thomas Peter 43 Teilnehmer und sämtliche Instruktoren im neu erbauten Werkhof der Personalwaldkoorporation Lyss begrüssen.

Heinz Hartmann von der SUVA hielt das Eingangsreferat. Aus der Unfallstatistik pickte er einige schwere Unfälle heraus, die im letzten Jahr passiert sind. Zwar waren diese Erzählungen über verunfallte Personen nicht sehr schön anzuhören, viele der Zuhörer werden bestimmt in Zukunft an das eine oder andere Beispiel denken, und dadurch hoffentlich nie in diese Situation geraten. Als zweiten Punkt erläuterte Hartmann die Unfallstatistik der Auszubildenden. Die hohen Zahlen haben in der Vergangenheit einiges zu diskutieren gegeben. Die SUVA hat ihre Massnahmen ergriffen, um den häufigen Unfällen der Auszubildenden entgegenzuwirken.



Die 43 Kursteilnehmer wurden in vier Gruppen aufgeteilt. In Sequenzen zu je einer Stunde konnten die Teilnehmer bis am Abend die vier gut vorbereiteten Posten besuchen.

Am ersten Posten präsentierte Heinz Hartmann die neusten Trends in der Arbeitsbekleidung. Ob Schnittschutzhosen, Arbeitsblusen, Schuhe, Arbeitshelme, Socken oder Unterwäsche, alles konnte vor Ort angeschaut und verglichen werden. Fachkundig gab der SUVA Fachmann Auskunft, was beim Kauf von Arbeitskleidern beachtet werden muss.

Auf dem zweiten Posten stand ein tolles Team des Samariterverein Kallnach-Niederried zur Verfügung, um das ABC(D) aufzufrischen. Der Umgang mit dem Defibrilator wurde den Teilnehmern erklärt und an einer Puppe vorgezeigt. Die Kursteilnehmer konnten sich ebenfalls in der Herzmassage üben. Anhand von zwei Fallbeispielen wurde geübt, wie man sich bei Unfällen verhalten muss.


Der nächste Posten war im Lysser Waldhaus zu finden. Stefan Wenger erläuterte die gesetzlichen Grundlagen und die verschiedenen Materialien zum Absperren eines Arbeitsplatzes. Diskussionen entstanden, und gleich wurde sichtbar, dass in Zukunft in einigen Betrieben neues Absperrmaterial anzutreffen sein wird. Steht doch die Sicherheit der Arbeiter und der Bevölkerung an erster Stelle.

Am letzten Posten war Fritz Moser als Instruktor anzutreffen. Zuerst zeigte er anhand des Rückeschleppers mit Zange der Pesonalwaldkoorporation Lyss, worauf bei der Sicherheitsausrüstung eines Rückefahrzeuges zu achten ist. Er zeigte uns wie ein Rückefahrzeug genau eingewiesen wird, worauf beim Anhängen und Rücken der Last genau geachtet werden muss und wo die meisten Gefahren lauern. Zum Abschluss erklärte er noch, an was man aus Sicherheitstechnischen Gründen beim einrichten eines Lagerplatzes denken muss.


Zum Ende des Kurses trafen sich alle Teilnehmer wieder im Werkhof. Nach einem kurzen Rückblick auf die Themen werden die Kursbüchlein verteilt, und jeder Teilnehmer wurde zum Ausfüllen der Kursbeurteilung aufgefordert. Die Auswertung ergab eine sehr zufriedene Teilnehmerschar.

Die positiven Rückmeldungen veranlassen den Verband Berner Forstpersonal auch nächstes Jahr wieder einen Kurs durchzuführen.


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Präsidenten des VBF

von l.n.r.: neuer Präsident VBF, Ranger Habkern, Revierförster Habkern, alter Präsident

Lombachalp, Aufgaben eines Rangers

Biodiversität in Moorgebieten

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Herrliches Wetter und wunderbare Aussicht!


Unter dem Motto landschaftliche, kulturelle und forstliche Perlen in Oberschwaben reisen wir Richtung Nordosten und steuern den Landkreis Biberach nördlich des Bodensees an. Wir, das ist die 33-köpfige Reisegesellschaft bestehend aus Mitgliedern des bernischen Forstvereins und des Verbands Berner Forstpersonal, die sich für die diesjährige Reise zusammen getan hat. 


Nach einem ersten Eindruck gutbürgerlicher schwäbischer Küche, wobei Oierspätzle ond a Bier et fehle dürfet, fangen wir Forstleute unüblicherweise mit Kultur an. Die Wallfahrtskirche im ländlich geprägten Dorf Steinhausen versetzt uns ins Staunen. Bei einer Führung wird uns das Können der Handwerker und Künstler der letzten Jahrhunderte vor Augen geführt.


Anschliessend führt uns Albrecht Moser, der Leiter des Kreisforstamtes Biberach, ins Feuchte. Das Wettenberger Ried wartet mit rund 66 ha Hochmoorlandschaft auf uns. Am Ende der Risseiszeit bildeten sich die Gletscher zurück und hinterliessen eine abflusslose Seenlandschaft. Daraus entstand im Lauf der Jahrtausende durch Verlandung das nährstoffarme Hochmoorgebiet. Entwässerung, Viehhaltung, Holzschlag und Aufforstung, Köhlerei und Torfgewinnung prägten das Wettenberger Ried. Fichten siedelten sich im trockengelegten Moorgebiet an und bildeten allmählich einen Fichten-Vogelbeerwald wie wir ihn bestens kennen. 1982 wurde das Wettenberger Ried zum Naturschutzgebiet erklärt. Albrecht Moser zeigt uns, wie die ehemaligen Entwässerungen geschlossen werden, damit das Stauwasser wieder Moor bilden kann. Als wir vor einem toten Baumbestand im Sumpfgebiet stehen, sehen wir die ersten Erfolge der Moorrückführung. Die Mücken fühlen sich übrigens im Wettenberger Ried auch ganz wohl, wie wir beim Zuhören der Erläuterungen immer wieder feststellen müssen.

Durch Staunässe abgestorbene Fichten und Föhren

Gegen Abend brechen wir Richtung Biberach auf. Die wunderbare Stadtmitte überrascht uns mit schönen Riegbauten und anderen historischen Bauwerken. Der Stadtführer macht seine Sache gut, die etwa auch schon erlebte Langeweile bei nicht enden wollenden Stadtführungen bleibt vollständig aus. Hans Beck, der Leiter des städtischen Forstamtes Biberach, begleitet uns zum Abendessen. Wir essen hervorragend und können uns ein Schmunzeln über die Unterschiede zwischen unserer und der deutschen Weinkultur nicht verkneifen: Die Gläser werden bis 1 cm unter den Rand gefüllt, bestellt wird glasweise. Hans Beck kennt sich nicht nur im Wald aus, er kann uns auch fachkundig in Sachen Weine und Biere beraten

Das Nachtleben in Biberach ist begrenzt, so dass sich die aufgelöste Reisegruppe nach und nach an der Hotelbar zu einem letzten Bier einfindet. Die Nacht verläuft aber diszipliniert und beim Frühstück sind keine gequälten Gesichter auszumachen.

Stadtzentrum von Biberach

Am kommenden Tag stellt uns Hans Beck den Wirtschaftswald der Stadt und der Hospitalitätsstiftung vor, den er zusammen mit seinem Forstbetrieb bewirtschaftet. Zur Deckung der Defizite aus dem Sozialbereich ist die Hospitalitätsstiftung zwingend auf den Reingewinn aus dem Forst angewiesen. Gut befahrbares Gelände, grosse zusammenhängende Waldflächen und ein hoher Fichtenanteil erlauben einen jährlichen durchschnittlichen Reingewinn von EUR 188/ha. Bei 2'326 ha Betriebsfläche kommt da ein stattlicher Batzen zusammen. Besonders interessant ist die Entstehungsgeschichte der heute ca. 80 – 120 Jährigen Fichtenbestände. Ab 1823 wurden die Mittel- und Niederwälder in Hochwald überführt. Dabei spielte der Waldfeldbau eine Rolle: Nach dem Kahlschlag wurden Holz, Äste, Streu und Wurzelstöcke verkauft. Im ersten Jahr kamen Kartoffeln in den Boden, im zweiten Jahr säten die Arbeiter Gerste und Fichte. Die Gerste wurde etwas höher geschnitten und ab dem dritten Jahr gehörte der Waldboden wieder den Fichten allein. Um 1900 kam man von dieser Verjüngungsmethode ab. Heute fällt uns vor allem auf, dass unter den weitverbreiteten Fichtenbeständen nebst Fichte vor allem Esche, Ahorn und Buche wächst. Erklärtes Ziel des Biberacher Forstamtes ist, langfristig einen Fichtenanteil von ca. 66% erhalten zu können. Vivian, Lothar und Kyrill haben im Biberacher Wald kaum Schäden verursacht. Entsprechend optimistisch ist Hans Beck bezüglich den hohen Fichtenanteilen auf einer Meereshöhe von 540 bis 650 m.ü.M. Regelmässige Stichprobeninventare sind in Biberach eine Selbstverständlichkeit und dienen dem Betrieb dazu, verlässliche Daten für die waldbauliche Planung zu liefern. 


 Abschliessend statten wir der Insel Mainau einen Besuch ab und verweilen knapp 2 Stunden auf der Blumeninsel, bevor uns der Car wieder nach Hause bringt. Zurück bleiben Erinnerungen an schöne Häuser und Kirchen, Moore, Wirtschaftswälder, gutes Essen, Blumen und natürlich an das gesellige Zusammensein mit neuen und alten Bekanntschaften. Herzlichen Dank an Werner Kugler und Martin Städeli vom bernischen Forstverein, die für die Organisation der gelungenen Reise besorgt waren!

Simon Rieben, VBF



Bestellung bei: Sekretär Michael Schenk: mailto:michael.schenk@vol.be.ch


Die Anreise

Die Abreise

Bernischer Holzerwettkampf


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Studienreise nach Östereich









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